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W101890 "Haus des Lebens"-Besuch des alten jüdischen Friedhofs in Hannover

Beginn So., 28.08.2022, 11:00 - 13:00 Uhr
Kursgebühr 12,00 €
Dauer 1 Sonntag
Kursleitung Dr. Peter Schulze


Jüdische Friedhöfe sind vielerorts die einzigen erhaltenen Stätten des zerstörten deutschen Judentums, in Hannover der Alte jüdische Friedhof und der Friedhof An der Strangriede in der Nordstadt sowie der Friedhof Bothfeld (seit 1924).
Der jüdische Friedhof (hebräisch "Beth Chajim" - Haus des Lebens, auch "Beth Olam" - Haus der Ewigkeit") will den Verstorbenen eine würdige und dauerhafte Ruhestätte inmitten von Menschen ihres Volkes und Glaubens geben: Nach jüdischer Vorstellung soll ein Grab auf ewig unangetastet bleiben - der Friedhof als der "gute Ort".
Das Beerdigungswesen ist eine Aufgabe der Gemeinschaft. In Hannover sorgten die "Chewra Kadischa", die Heilige Bruderschaft, und der "Israelitische Frauenverein" für die Betreuung der Sterbenden, die Totenwache, die rituelle Reinigung und Einkleidung der Toten und ihre Beisetzung.
Der Alte jüdische Friedhof (seit 1550) ist ein Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung, mit 700 Grabsteinen aus drei Jahrhunderten. Als historischer Ort bezeugt dieser Friedhof Gemeindeleben und Begräbniskultur der hannoverschen Juden in früherer Zeit.
Männliche Teilnehmer sollten eine Kopfbedeckung tragen.

Die Begehung des Friedhofes wird geleitet von dem Historiker Dr. Peter Schulze, der sich seit vielen Jahren in Forschungen, Veröffentlichungen und Ausstellungen mit der Stadtgeschichte und besonders der jüdischen Lokalgeschichte auseinandergesetzt hat.

Treffpunkt für die Führung ist um 10:50 Uhr am Eingang zum jüdischen Friedhof in der Oberstraße in Hannover.
Eine gemeinsame Veranstaltung mit der VHS Langenhagen.




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